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OBD2-Diagnosegerät erklärt: So funktionieren sie und so wählst du das richtige aus
TL;DR: Ein OBD2-Diagnosegerät wird an den OBD2-Anschluss deines Autos angeschlossen und liest die Daten aus, die der Bordcomputer deines Autos bereits erfasst hat. Bei billigen Adaptern wird oft an der Protokollunterstützung gespart, was sich später in fehlenden Codes bemerkbar macht. OBDeleven bietet neben den Standardfunktionen umfassende Diagnosemöglichkeiten, offizielle Markenlizenzen und Codierungsoptionen.
Wenn du nach einem „OBD2-Diagnosegerät“ suchst, findest du alles von einem 15-Euro-Bluetooth-Dongle bis hin zu einem 500-Euro-Tablet für Werkstätten.
Sie alle werden an denselben Anschluss angeschlossen. Sie leisten jedoch nicht alle dasselbe.
Genau hier tappen die meisten Leute ins Fettnäpfchen: Sie kaufen ein Gerät, das zwar einen Fehlercode ausliest, aber nicht sagen kann, was tatsächlich nicht stimmt, oder eines, das für einen anderen Markt entwickelt wurde als den eigenen.
Wir haben einen umfassenden Leitfaden darüber verfasst, was ein OBD2-Diagnosegerät eigentlich leistet, welche Einstellungsoptionen es gibt und wie diese funktionieren, für welche Funktionen es sich lohnt, mehr zu bezahlen, und wie du das richtige Gerät für deine Bedürfnisse findest.
Was ist ein OBD2-Diagnosegerät?
Jedes Auto, das seit Ende der 1990er Jahre für die meisten Märkte gebaut wurde, und praktisch alle CAN-Bus-Fahrzeuge ab 2008 verfügen über eine OBD-Schnittstelle. Die On-Board-Diagnose als elektronisches System wurde 2001 mit OBD II als einheitliches System eingeführt.
Bei Benzinern sind diese Anschlüsse seit 2001 und bei Dieseln seit 2004 standardisiert und damit für Diagnosegeräte Pflicht.
Dahinter verbirgt sich ein ständiger Datenstrom: Fehlercodes, Sensorwerte und Modulstatus. All diese Daten werden vom Bordcomputer des Fahrzeugs generiert, unabhängig davon, ob du sie überprüfst oder nicht. In den USA sind Neufahrzeuge bereits seit 1988 damit ausgerüstet.
Ein OBD2-Diagnosegerät liest diese Daten aus und übersetzt sie für dich.
Das gilt unabhängig davon, ob du einen einfachen Codeleser oder ein Tablet für die Vollsystem-Diagnose verwendest. Der Unterschied liegt darin, auf wie viele dieser Daten das Gerät zugreifen kann, wie es sie darstellt und welche Möglichkeiten es dir bietet, damit zu arbeiten.
Welche OBD2- und Kfz-Diagnosegeräte gibt es?
Moderne Kfz-Diagnosegeräte lassen sich im Allgemeinen in drei Kategorien einteilen:
- Einfache Fehlercodeleser. Sie lesen und löschen generische Motor- und Getriebefehlercodes. Es werden keine Live-Daten angezeigt, keine herstellerspezifischen Codes unterstützt und keine Codierung vorgenommen.
- Erweiterte Scanner. Sie bieten zusätzlich Live-Daten, Freeze-Frame-Daten und – bei unterstützten Marken – herstellerspezifische Fehlercodes, die über die allgemeine Liste hinausgehen. Freeze-Frame-Daten speichern dabei die Umgebungsbedingungen zum Zeitpunkt eines Fehlers. In diese Kategorie fallen die meisten App-basierten Scanner, darunter auch OBDeleven.
- Vollsystem- und bidirektionale Geräte. Sie scannen nicht nur den Motor, sondern jedes Modul im Fahrzeug und können Befehle an Komponenten zurücksenden, um beispielsweise einen Ausgangstest durchzuführen, eine Pumpe zu aktivieren oder eine Funktion ein- oder auszuschalten.
App-basierte Tools wie OBDeleven verwandeln dein Smartphone in ein Display und eine Benutzeroberfläche. Sie verbinden sich mit einem kleinen Bluetooth-Dongle, der in den Anschluss gesteckt wird. Die Verwendung erfolgt dabei bequem mit Smartphone oder Tablet. Handheld- und tabletähnliche Tools verzichten auf das Smartphone. Sie zählen zu den klassischen Kfz-Tools und verfügen über einen im Gerät selbst integrierten Bildschirm.
Keiner der beiden Ansätze ist grundsätzlich besser – es kommt darauf an, was du mit dir herumtragen möchtest und wie du am liebsten arbeitest. Viele Kfz-Diagnosegeräte decken je nach Bauart unterschiedliche Bedürfnisse ab.
So arbeitest du mit einem OBD2-Diagnosegerät
Unabhängig davon, für welches Gerät du dich entscheidest, folgt die Einrichtung in etwa dem gleichen Muster. Schauen wir uns das einmal genauer an:
Finde den OBD2-Anschluss an deinem Auto
Er befindet sich fast immer unter dem Armaturenbrett in der Nähe der Lenksäule und ist als OBD2-Schnittstelle mit 16-poligem Stecker ausgeführt. Dieser stellt die Verbindung zum Diagnosegerät her. Eine kurze Suche nach der Marke und dem Modell deines Autos bestätigt die genaue Position, falls diese nicht offensichtlich ist.
Tipp: Wir haben eine ausführliche Anleitung, wie du den OBD2-Anschluss deines Fahrzeugs findest.
Schließe das Gerät an
Bluetooth-Dongles bleiben im Anschluss stecken und verbinden sich mit einer mobilen App. Je nach Gerät ist auch eine Verbindung per WLAN möglich. Lade die App unbedingt vorab herunter und kopple dein Gerät, um eine reibungslose Nutzung zu gewährleisten.
Alternativ kannst du einen Handscanner über ein Kabel mit deinem Auto verbinden. Die Informationen werden dann direkt auf dem verbundenen Tablet oder Gerät angezeigt, teils auch über eine USB-Schnittstelle.
Richte dein Konto ein und erteile Berechtigungen
Die App wird höchstwahrscheinlich bestimmte Berechtigungen anfordern, um die Daten deines Autos auszulesen, eine Verbindung über Bluetooth herzustellen usw. Stelle sicher, dass du den Zugriff gewährst. Möglicherweise musst du auch ein Konto erstellen, bevor du die Funktionen nutzen oder Scans durchführen kannst.
Führe deinen ersten Scan durch
Dadurch erhältst du einen Ausgangswert – auch wenn alles in Ordnung ist, lohnt es sich zu wissen, wie ein fehlerfreier Scan für dein Fahrzeug aussieht. Kleine Probleme lassen sich oft in wenigen Minuten zu Hause selbst prüfen. Solche einfachen Diagnoseprüfungen sind sinnvoll, bevor du einen Werkstattbesuch einplanst.
Sollte einer dieser Schritte länger als ein paar Minuten dauern, ist das in der Regel ein Hinweis auf ein Kompatibilitätsproblem. Es liegt also nicht daran, dass du etwas falsch machst. Es lohnt sich, die Liste der unterstützten Fahrzeuge des Tools zu überprüfen, bevor du von einem Einrichtungsfehler ausgehst. Bei sicherheitsrelevanten Problemen solltest du die Diagnose jedoch Profis überlassen.
Worauf du bei einem OBD2-Diagnosegerät achten solltest
Die Preisunterschiede zwischen OBD2-Geräten hängen meist von den Funktionen ab. Die Preise solcher Produkte reichen in der Regel von 20 bis 380 Euro. Ein semiprofessionelles Gerät liegt dabei am oberen Ende dieses Spektrums.
Wenn du ein einfaches Gerät zur reinen Diagnose suchst, achte darauf, dass es umfassende Diagnosefunktionen für dein(e) Fahrzeug(e) bietet und durch genaue Fehlererkennung unnötige Reparaturen vermeidet. Da einige OBD2-Scanner nur
OBD2-Diagnosefunktionen bieten, kann es sinnvoll sein, nach einem Gerät mit tieferem Zugriff zu suchen.
Wenn du ein Gerät mit zusätzlichen Funktionen suchst, solltest du nach Optionen Ausschau halten, die eher auf den Alltagsfahrer und den Autoliebhaber ausgerichtet sind.
Geräte wie das OBDeleven 3 bieten neben erweiterter Diagnose auch Funktionen für den Fahrzeugbesitzer wie z. B. Fahrzeugwarnungen, Fahrtenaufzeichnung und Wartungserinnerungen. Mit eigenen Auslesedaten verbessern sie zudem die
Kontrolle beim Werkstattbesuch.
Was du bei einem OBD2-Diagnosegerät vermeiden solltest
Nachdem du nun deinen gewünschten Funktionsumfang festgelegt hast, werfen wir einen Blick auf allgemeine Punkte, die du beim Kauf eines OBD2-Diagnosegeräts beachten solltest.
Eingeschränkte Protokollunterstützung
Nicht jeder generische Bluetooth-OBD2-Adapter unterstützt alle Protokolle, die dein Fahrzeug tatsächlich nutzt. Die Folge: Er lässt sich zwar anschließen und scheint eine Verbindung herzustellen, liefert dann aber unvollständige Daten
oder gar keine brauchbaren Informationen. Dies ist eine der häufigsten Beschwerden bei Dongles unter 20 €.
Eingeschränkte Marken- und Regionalabdeckung
Einige bekannte Produkte sind in erster Linie für nordamerikanische Fahrzeuge oder nur für das Ökosystem bestimmter Fahrzeugmarken konzipiert.
Ein Gerät, das für einen Markt hervorragend geeignet ist, kann je nach Hersteller oder regionaler Ausrichtung anderswo weitaus eingeschränkter sein. Vergewissere dich deshalb, dass das Gerät, das du kaufen möchtest, dein Fahrzeug in deiner Region unterstützt.
Mangelhafte App-Qualität und Benutzererfahrung
Die Hardware ist nur die eine Hälfte des Produkts. Eine veraltete App, unregelmäßige Updates oder eine fehlende Weiterentwicklung werden sich irgendwann rächen, selbst wenn der Dongle am ersten Tag einwandfrei funktioniert.
So bewertest du jedes OBD2-Gerät: Vergleichskriterien
Nutze diese als Checkliste, egal welches Gerät du in Betracht ziehst:
| Funktion | Zu prüfende Punkte |
| Fahrzeugabdeckung | Unterstützt das Gerät die Marke, das Modell, das Baujahr und das Protokoll deines Fahrzeugs – oder ist es nur allgemein „OBD2-kompatibel“? |
| Offizielle Lizenzierung | Verfügt das Gerät über offizielle Lizenzen von Automobilmarken? Lizenzierte Geräte erhalten Zugriff auf herstellerspezifische Codes und detailliertere Moduldaten, auf die nicht lizenzierte Geräte keinen Zugriff haben. |
| Tiefe der Live-Daten | Kann das Gerät Schlüsselwerte in Echtzeit anzeigen oder nur statische Fehlercodes? |
| Codierung und Anpassung | Kannst du dein Fahrzeug per Codierung anpassen, um versteckte Funktionen freizuschalten oder einzustellen? Welche Marken werden von dem Tool unterstützt? |
| App-Qualität und Update-Verlauf | Wird die Software aktiv gepflegt, sodass im Laufe der Zeit neue Funktionen und Fahrzeugunterstützung hinzugefügt werden? |
| Benutzerfreundlichkeit | Entsprechen die Einrichtung und die Benutzeroberfläche deinem Komfortniveau, oder setzt die App Erfahrung voraus, über die du nicht verfügst? |
Welches OBD2-Tool solltest du wählen?
Für gelegentliche Überprüfungen, wie das Löschen der Motorkontrollleuchte, reicht ein einfaches Fehlercodelesegerät völlig aus. Wenn du jedoch wirklich verstehen möchtest, was mit deinem Auto los ist, benötigst du Live-Daten und herstellerspezifische Fehlercodes. Diese beschreiben oft nur das Symptom oder den betroffenen Sensor. Genau hier hat ein Gerät wie OBDeleven 3 gegenüber einem 15-Euro-Lesegerät die Nase vorn.
Es verfügt über offizielle Lizenzen von Volkswagen, BMW, Toyota, Ford (USA) und Mercedes-Benz. Anstelle eines generischen Codes erhältst du also herstellerspezifische Details, die den Fehler tatsächlich erklären. Dazu erhältst du Live-Daten, Vollsystem-Scans aller Steuergeräte sowie Daten aus verschiedenen Steuergeräten im Fahrzeug. Das ist besonders interessant für VAG, BMW, Toyota und Ford. Mit One-Click-Apps sind zudem fahrzeugspezifische Anpassungen möglich.
Die einzige Gruppe, die damit nicht vollständig bedient wird, sind professionelle Werkstätten. Wenn du beruflich Fahrzeuge diagnostizierst, ist ein bidirektionales Tablet-Tool mit Vollsystem-Funktionalität in Bezug auf die Bandbreite der aktiven Tests, Servicefunktionen und Fahrzeugabdeckung einem App-basierten Scanner immer noch überlegen.
Für fast alle anderen schließt OBDeleven 3 jedoch genau diese Lücke: Es bietet mehr Tiefe als ein einfacher Fehlercode-Leser, ohne den Preis oder die Größe von Werkstatt-Hardware zu haben. Zudem bietet es kostenlose Basisdiagnosen und kostenpflichtige Pläne für erweiterte Funktionen.
Fazit
Ein OBD2-Diagnosetool ist nur so nützlich wie der Zugriff, den es tatsächlich auf dein Fahrzeug hat. Sobald du weißt, was du damit machen willst, kommt es bei der Auswahl des richtigen Tools darauf an, es ehrlich auf den Verwendungszweck abzustimmen: gelegentliche Überprüfungen, echte Fehlerbehebung oder praktische Anpassungen.
OBDeleven 3 wurde entwickelt, um diesen Bereich für die meisten Fahrer mit nur einem Gerät abzudecken. Du musst dich somit nicht zwischen „gut genug“ und „mehr als ich brauche“ entscheiden.
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